10B FN 9 050 R447 001 Nr 009 klein
Veranstaltungen

27. Januar - Das Programm 2020

NSDAP, Winterhilfswerk, Beamte und Handwerker sammeln Spenden, Fußballspiel,
um 1935, Foto: Hermann Reil. (c) Staatsarchiv Bremen

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist in Deutschland ein nationaler Gedenktag, der 1996 durch den damaligen Bundespräsidenten Prof. Dr. Roman Herzog eingeführt und auf den 27. Januar festgelegt wurde. Das Datum bezieht sich auf den 27. Januar 1945 als jenem Tag vor nunmehr 75 Jahren, an dem Soldaten der Roten Armee die wenigen Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau befreiten. Der Gedenktag ist allen Opfergruppen des Nationalsozialismus gewidmet und soll nicht nur historische, sondern auch aktuelle politische Bezüge zur Erinnerung und Wachsamkeit im Hinblick auf Verbrechen gegen die Menschlichkeit herstellen.

In Bremen wird nun zum 24. Mal ein Programm vorgestellt, das diesem Gedenken verpflichtet ist und es in seiner Bandbreite mit Leben füllt. Koordiniert von der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein „Erinnern für die Zukunft e.V.“ wurde mit Hilfe von vielen Vereinen, Initiativen und Kooperationspartnern ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Zwischen dem 8. Januar und 25. März 2020 finden über 50 Veranstaltungen statt, die sich in unterschiedlichster Form der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und dem Gedenken an die Opfer widmen. Dazu gehören Lesungen, Filmvorführungen, Vorträge, Andachten, Konzerte oder Studienreisen die von über 30 Institutionen und Einzelpersonen an verschiedenen Orten in Bremen veranstaltet werden.

Zentrale Gedenkveranstaltung zum Thema "Volksgemeinschaft" im Bremer Rathaus  

Im Zentrum steht die zentrale Gedenkveranstaltung des Senats, die am Donnerstag, den 23. Januar um 19.30 Uhr im Bremer Rathaus stattfinden wird. Das Thema der Gedenkveranstaltung wird in diesem Jahr die "Volksgemeinschaft" sein. Neben einführenden Worten von Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Dr. Thomas Köcher (Direktor Landeszentrale für politische Bildung Bremen) wird Prof. Dr. Frank Bajohr (Institut für Zeitgeschichte / Zentrum für Holocaust-Studien) den Festvortrag mit dem Titel: "Keine Diktatur ohne Gesellschaft. Vom 'Mitmachen' nach 1933" halten.

Das gesamte Programm zum 27. Januar liegt ab Mitte Dezember als Flyer vor. Die digitale Version finden Sie hier.

 

Ansprechpartner

Tobias Peters

Referent für Publikationen, Kultur & Geschichte

Tel. 0421-361 20 98 | Mail: tobias.peters@lzpb.bremen.de