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Geschichte & Erinnerung

#StolenMemory


© Arolsen Archive

Open-Air Wanderausstellung der Arolsen Archives

Ausstellung vom 1. Juli bis zum 19. Juli (täglich von 10 – 18 Uhr). 

Veranstaltungsort: Rudolf-Hilferding-Platz 1 (vor dem "Haus des Reichs"/Finanzamt)

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die letzten Besitztümer von KZ-Inhaftierten und die Frage, wie es heute noch gelingt, diese sogenannten "Effekten" an Familien der Opfer zurückzugeben. Die Thematisierung von den in der NS-Zeit systematisch geraubten Gütern und deren Rückgabe ist ebenfalls im Hinblick auf das zukünftige Mahnmal in Bremen ein wichtiger Aspekt.

Uhr und Schmuck, Ehering und Dokumente, Briefe und Fotos: In den Konzentrationslagern nahmen die Nationalsozialisten den Menschen ihre persönlichen Gegenstände ab. Die Arolsen Archives bewahren noch rund 2.500 persönliche Besitzstücke ehemaliger KZ-Häftlinge auf. Durch die 2016 gestartete Kampagne #StolenMemory konnten schon über 550 Familien gefunden werden, oft mit Hilfe von Freiwilligen, die in verschiedenen Ländern recherchieren.

Die persönlichen Gegenstände gehören NS-Verfolgten aus über 30 Ländern, überwiegend aus Polen, Deutschland und der damaligen Sowjetunion. Die meisten persönlichen Gegenstände kommen aus dem KZ Neuengamme in Hamburg, eine geringere Anzahl auch aus dem KZ Dachau.

Für die Familien sind die Gegenstände von unschätzbarem Wert. Sie machen die Erinnerung und das Andenken greifbar, denn oft sind sie die letzte Spur zu den NS-Opfern. Wie und wo sie starben ist nur selten bekannt. Aber auch für Angehörige von Überlebenden sind die Besitzstücke wichtig, vor allem, wenn die Menschen nicht über ihre KZ-Erfahrung sprechen konnten oder wollten.

Was ist #StolenMemory?

Ziel der Kampagne #StolenMemory ist die Rückgabe möglichst vieler dieser geraubten Erinnerungsstücke. Dazu laden die Arolsen Archives Freiwillige ein, sich an der Suche nach den Familien zu beteiligen. Durch Social Media und die Onlinestellung von Archivbeständen bieten sich heute bei der aktiven Suche viel mehr Möglichkeiten. Freiwillige aus vielen Ländern, darunter Polen, die Niederlande, Neuseeland, Frankreich und Spanien unterstützen die Arolsen Archives – teilweise mit hilfreichen Tipps bis hin zu aufwändigen Suchen vor Ort. 

Die Ausstellung ist für Schulklassen geeignet, umfangreiche Materialien finden sich hier https://stolenmemory.org/#. Die Ausstellung ist mit deutsch-englischen bzw. polnisch-deutsch-englischen Texten ausgestattet.

Weitere Informationen finden Sie hier: https://arolsen-archives.org/lernen-mitwirken/initiativen-projekte/stolenmemory/wanderausstellung/

#StolenMemory ist eine gemeinsame Ausstellung von Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Verein "Erinnern für die Zukunft e.V.", Heinrich Böll-Stiftung Bremen, Mahnmal Initiative Bremen, Arolsen Archive

Ansprechpartner

Tobias Peters 

Referent für Publikationen, Kultur & Geschichte 

Tel. 0421-361 20 98 | Mail: tobias.peters@lzpb.Bremen.de