Jugendliche filmen im Flur einer Schule
Geschichte & Erinnerung

Tag der stadthistorischen Bildung


© Tag der stadthistorischen Bildung, Bremerhaven

Auf den Spuren der Bremerhavener NS-Geschichte

180 Schüler:innen des Lloyd Gymnasiums präsentieren am 17. September 2021, dem Tag der stadthistorischen Bildung, 50 Orte der NS-Diktatur, an denen die Geschichte und Folgen der NS-Zeit in Bremerhaven sichtbar werden.

Dieser Tag der Spurensuche findet bereits zum 7. Mal statt. Gewählt ist der Tag der Bombardierung der Stadt am 18.9.1944. Das Bild der in Schutt und Asche liegenden Stadt war danach das sichtbare Zeichen eines Krieges, der am 1. September 1939 mit dem Überfall auf Polen durch die deutsche Wehrmacht ausgelöst wurde und bis zur Befreiung Europas vom Nazi-Terror nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 50-80 Millionen Menschen das Leben kostete.

Jedes Jahr fließen neue Forschungsergebnisse in die Stationen ein, mit denen sich Schüler:innen beschäftigen. Das funktioniert, weil das Projekt von schulischen und außerschulischen Partnern getragen wird: Neben dem Schulamt und Schulen sind die Landeszentrale für politische Bildung, das Stadtarchiv Bremerhaven und das Historische Museum an der Konzeption beteiligt. Und viele weitere Akteure unterstützen das Projekt, die vhs, der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und über 30 ehrenamtliche Expert:innen aus der Stadt, die als Zeitzeugen oder Zweitzeugen von Namen und Geschichten von Menschen: Täter:innen, Opfern, Widerständigen und Beteiligten während der NS-Zeit in Bremerhaven berichten. 

Die Verbrechen des Nationalsozialismus sind keine abstrakten Themen für Geschichtsbücher, sondern sie haben sich auch in den Häusern, auf den Straßen und Plätzen zugetragen. Diese „Orte der Diktatur“ werden am Tag der Stadtgeschichte aufgesucht und über die jeweiligen Ereignisse informiert, um fortan mit einem anderen, aufmerksameren Blick durch Bremerhaven zu gehen.

Projektpartner 2021: 
Dezernent für Schule und Kultur des Magistrats Bremerhaven, Historisches Museum Bremerhaven, Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Oberstufen der Schulzentren Carl von Ossietzky, Geschwister-Scholl sowie des Lloyd-Gymnasiums, Schulamt Bremerhaven, Stadtarchiv Bremerhaven, Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. , Volkshochschule Bremerhaven

Mehr zum Programm in diesem Jahr:
Veranstaltungskalender www.politische-bildung-bremen.de

Ansprechpartnerin

Lena Prötzel

Referentin Außenstelle Bremerhaven und für Europa

Telefon: 0471 941-4197 | Mail: lena.proetzel@lzpb.bremen.de